HIV und Lebenswirklichkeit homosexueller Männer 2010
Vortrag im Rahmen der Reihe
"Die Lebenswirklichkeit Homosexueller in Deutschland"

Wohl kaum ein Thema hatte in den letzten 25 Jahren so viel Einfluss auf die Lebensqualität, die eigene und die gesellschaftliche Wahrnehmung homosexueller Männer. Mit dem Auftauchen einer ansteckenden, nicht heilbaren und tödlich verlaufenden Erkrankung war jeder einzelne, aber auch das Kollektiv homosexueller Männer einer tief greifenden Krise ausgesetzt.
Individuell mussten die eigene Lebensbedrohung, Veränderungen und Einschränkungen in der Sexualität und der Verlust von Partnern oder Freunden verarbeitet werden. Kollektiv galt es, den zusätzlichen Diskriminierungen Homosexueller etwas entgegen zu setzen, um Zwangsmaßnahmen nicht nur gegen HIV-Positive, sondern auch gegen Einrichtungen der Szene zu verhindern.
Bis heute hat sich vieles geändert: Es gibt Behandlungsmöglichkeiten für HIV-Positive, die ihnen eine wesentlich längere Lebensperspektive ermöglichen und auch gesellschaftlich sind die befürchteten Sanktionen ausgeblieben. Dennoch ist das Thema HIV/AIDS für die Lebenswirklichkeit Homosexueller von hoher Bedeutung: Nach wie vor finden in Deutschland 65-70% aller Neuinfektionen unter Männern statt, die Sex mit Männern haben.
An diesem Abend soll es darum gehen, welche Bedrohung HIV für homosexuelle Männer nach wie vor darstellt, welche Risiken aktuell bestehen und wie die Szene damit umgeht. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf der heutigen Lebenssituation HIV-positiver schwuler Männer liegen.
Referent: Kalle Rinkleff (Aidshilfe Aachen)
Di., 14.09.2010, 19.00 Uhr
Kármán-Auditorium (Raum Fo 5), Templergraben/Eilfschornsteinstr. 15

Schwulenreferat Aachen --
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